Reiseberichte mit der GoldWing

 

Mit der GoldWing auf Sardinien 2003

 

 

Am 31.08.2003, um 05:50 Uhr fahren wir , dass

sind Rolf und Helga (auf Yamaha 1300 FJR) aus Duisburg , die bereits am Vortag zu uns angereist waren, und Gabi und ich, bei uns zu Hause  weg. Trotz des Jahrhundertsommers regnet es ausgerechnet heute. Nach 7 Km Fahrt, an der Ampelanlage in Wellesweiler, bemerkt Rolf, dass er seinen Tankrucksack zu Hause bei uns auf der Mauer neben der Garageneinfahrt hat liegen lassen .... also zurück zu uns.

Gottlob war der Tankrucksack noch da, denn in ihm hatten Rolf und Helga ihre Tickets für die Fähre Genua / Sardinien.

In strömendem Regen fuhren wir dann über Bitche und  Haguenau i.R. Freiburg, wo wir uns mit Gunni und Rudi  ( BK GER II auf einer Varadero) an der Raststätte Freiburg Nord gegen 08:30 Uhr verabredet hatten.

Dies ging jedoch nicht ohne nochmaligen kurzen Stopp bei Bitche, wo Rolf uns schließlich verkündete, er müsse im Tankrucksack Nachschau nach den Tickets für die Fähre halten, da er diese am Vorabend bei uns herausgenommen habe und nicht wisse, ob er sie wieder in den Tankrucksack zurückgelegte. Gottlob waren die Scheine im Rucksack.

Auf besagter Raststätte, bei Freiburg, treffen wir Gunni und Rudi. Endlich gibt es eine Kaffeepause. Rolf hatte schon Entzugserscheinungen. Wenig später touren wir weiter. Bei der ein oder anderen Regenpause fuhren wir entlang dem Vierwaldstätersee, von ihm war wegen der herrschenden Wetterlage fast nichts zu sehen, bis zum St. Gotthard – Tunnel.

Noch vor Basel war ich auf der Bahn versehentlich unbemerkt mit meinen dicken Handschuhen an den Notschalter gekommen und die Maschine ging bei Tempo 130 aus. Zunächst dachten wir unser Urlaub wäre hier zu Ende, ..........tschüs Fähre, ............ade Sardinien.

Im letzen Augenblick habe ich mein Missgeschick bemerkt und wir konnten den  andern folgen, natürlich so flott, dass ich wenige Kilometer weiter gleich mit 180 km/h in eine Radarkontrolle fuhr. Na ja.....das fing ja alles gut an! Gottlob wurden nur Fotos von vorne gefertigt, so dass ich noch bis heute auf eine Anhörung warte.

Unsere Hoffungen auf schöneres Wetter auf der Südseite des Gotthard – Tunnels wurden erfüllt. Es war wieder Sommer.

Hinter Bellinzona, nach einem Tankstopp, verließen wir die Autobahn und fuhren entlang des Lago Maggiore. Bei Temperaturen um 30 Grad war

alles im grünen Bereich, außer dem ständigen Gemecker von Rolf, warum wir nicht weiter Auto- bahn fahren würden und wann die nächste „Kaffeebude“ käme. Nun Rolf und Helga sind die Antitourenfahrer schlechthin ( hätten wir vorher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GoldWing auf dem Hauptständer stehend noch mit zwei Tampen an einer Querstrebe der Bordwand fest und einer der vielen Helferlein kommt vorbei und zeigt uns mit einem Kopfnicken, dass es so wohl OK sei.

Wir verabreden uns mit den anderen in einem der Restaurants auf dem 8. Oberdeck. Eine halbe Stunde später, es ist jetzt 23.30 Uhr, haben Gabi und ich alle Restaurants durchgesucht, jedoch keinen unserer Reisepartner gefunden. Also setzen wir uns nieder und lassen Getränk und Speisekarte bringen. Gerade eben verlassen wir den Hafen von Genua. Durch die von innen verspiegelten Scheiben des Restaurants sind außen nur schwach die Lichter der Stadt erkennbar. Beim Studium der Speisekarte habe ich plötzlich ein recht komischen Gefühl in der Magengegend und sage zu Gabi, dass ich nicht wisse, ob ich mir überhaupt etwas zu essen bestellen solle. Blicke nach draußen zeigten mir, dass der Kahn doch erheblich schwankte. Wir hatten Hunger und bestellten unser Essen.

 Das Magendrücken verging kurzzeitig, als ein Kellner mit einem Tablett, beladen mit Getränken mit nur drei Schritten etwa sieben Meter Wegstrecke gleich neben unserem  Tisch zurücklegte. Fast gleichzeitig musste eine größere Welle steuerbords gegen die Bordwand gekracht sein. Just in diesem Augenblick machte  Gabi den Versuch eine Gabel mit Nudeln und Tomantensoße in den Mund zu schieben. Es blieb beim Versuch, die Nudeln und die Tomatensoße landeten auf ihrer linken Wange und hinterließen dort unter unserem lauten Gelächter ihre Spuren. Unmittelbar hiernach kam in italienischer Sprache eine Durchsage, die im ganzen Schiff zu hören war. Wir verstanden sie nicht recht, deuteten jedoch darin eine Aufforderung an die restlichen Passagiere  ins Restaurant zu kommen, da dort eine deutsche Touristin sich Nudeln und Soße ins Gesicht schmiere :-).

Nach dem recht spärlichen Mahl besuchten wir noch das Oberdeck. Dieses war teilweise wegen der herrschenden frischen Prise gesperrt. Also ab in die Koje und die war gut.

Während Gabi mir am Morgen berichtete, dass sie wie in Abrahams Schoss geschlafen habe, hatte ich durch das „Rollen“ des Kahns so mein Problemchen.

Für sechs Uhr hatten wir unser  Handy zum Alarm gestellt. Wenig später waren wir auf dem Oberdeck. Es war bereits hell und westlich von uns  sahen wir den  südliche Teil Korsikas vorbeiziehen. Der Wind blies noch immer recht heftig, so dass ich Gabi teilweise festhalten musste. Na ja, besonders hoch wäre sie nicht geflogen, denn Drachen dürfen dies maximal 30 Meter ;-)

Kurz vor acht Uhr laufen wir im Hafen von Olbia, auf Sardinien, ein. Eine halbe Stunde später kommen wir vom Schiff und haben jetzt noch 40 Km Fahrt auf der Küstenstraße SS 125 bis Budoni vor uns. Dort finden wir auch gleich das für uns zuständige Büro, von wo man uns zu unserem

 

 

 

 

wissen sollen). Ihm, als Geradeausfahrer, reichten anstatt  145 PS gerade mal 45 PS aus und dann wäre er wohl immer noch überfordert das Potential seiner Maschine zu nutzen. Auf der wirklich kurvigen Autobahn unmittelbar vor Genua brauchte ich allenfalls zwei Kurven, um ihn im Rückspiegel unserer GoldWing zu verlieren. Ist denn so was möglich? Weiter möchte ich mich nicht auslassen.

Es ist 18:00 Uhr als wir Genua erreichen. Da das Schild der  Hafenzufahrt zwar „gut ersichtlich“ an einem Schildermast mit etwa 200 weiteren Hinweisschildern angebracht ist, fahren wir zunächst einmal vorbei, ....an der Zufahrt und dem ganzen Hafengelände.

 Man erkennt uns als Fremde und gewährt uns das eine oder andere Wendemanöver über drei Fahrstreifen.

Endlich haben wir die Hafenzufahrt gefunden und checken ein, so wie auf einem Flugplatz. Anlegestelle  und Parkplatz für unsere Fähre werden uns  zugewiesen.

           Im Hafen von Genua

 Von unserer Fähre, der MOBY WONDER, ist weit und breit nichts zusehen. Wir warten. Die Sonne geht unter. Wir warten. Es ist 21:00 Uhr, um 20:30 Uhr sollte Verladeschluss sein. Kommt die MOBY noch oder gibt es ein WONDER.  Alle werden unruhig, haben Durst und Hunger und Rolf ist nur noch am Fluchen, .... warum eigentlich, keiner kann die Situation ändern. Während viele andere Fähren den Hafen nach Irgendwo verlassen, warten wir noch immer.

22:30 Uhr. Ein riesiges  Schiff kommt in den Hafen gefahren. Auf der Seite kann ich in gigantischer Buchstabengröße den Schriftzug  MOBY LINE lesen. Na endlich, es geschehen noch Zeichen und Flunder.

Nach dem Anlegen öffnet sich die Ladeklappe am Heck und dreispurig kommt alles was Räder hat aus dem Bauch der MOBY WONDER.  Ein nicht enden wollender Strom von Kraftfahrzeugen. Das Schiff ist gebaut für 750 Fahrzeuge und 1200 Passagiere. Irgendwann fahren auch wir die Rampe hoch in den Bauch des Schiffes. An der Bordwand zurre ich unsere

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

angemieteten Haus führen wird. Doch zuvor braucht Rolf schon wieder einen Kaffee.

Wenig später haben wir südlich von Budoni, Tanaunella, erreicht. „Unsere Haus“, ca. 120 qm Wohnfläche, liegt am Ende einer Sackgasse, 250 Meter vom Meer entfernt mit einem unverbauten Traumblick über die Bucht von Budoni  bis hin zur Isola Tavolara.

                    Aussicht von unserer Terrasse

 

Wir, Gabi, Gunni, Rudi und ich sind zufrieden. Aber Meckerer gibt es immer wieder.

Von unserem festen Quartier aus machten wir wiederholt Tagesausflüge, so dass wir am Ende unseres Urlaubes etwa 2700 km im nördlichen Bereich Sardiniens im wahrsten Sinne des Wortes umhergekurvt waren.

Hierbei kam uns, Rudi, Gunni und Gabi und mir, sehr gelegen, dass Rolf und Helga, die Antitourenfahrer, sich von den Tageausflügen ausschlossen, weil Helga sich ein Furunkel an der „Gunkel“ eingefangen hatte, und nach einen kleinen operativen Eingriff  nicht recht und schon gar nicht auf dem Moped sitzen konnte – lädasche    ( Pfälzer Wort für „leider“ oder „schade“ )

Ein Tagesausflug führte uns über Orosei und Irgoli zunächst zur größten Süßwasserquelle Sardiniens der „Su Gologone“ mit kristallklarem, aber eisig, kaltem Wasser, was mich dennoch nicht davon abhielt, hineinzusteigen.

Über  den Monte Ortobene, Nuoro, Bitti, Lode und Sinsincole fahren wir in nördlicher Richtung nach Tanaunella zurück.

Heute haben wir eines gelernt. Sardinien ist was für „Kurvenfresser“, Geradeaus gibt es, neben den vereinzelten Schnellstraßen, nicht. Oftmals gleicht die Streckenführung der Flugbahn eines Kunstflugzeuges, nur die Loopings fehlten.

Nach dieser Tour war Gunni erstmals schwindlig und musste sich nach der Rückkehr einen Schnaps einverleiben.

Wenige Tage später sind wir unterwegs zur „Costa Smeralda“. Mit recht bezeichnet man diesen Küstenstreifen, als den wohl schönsten in Europa.

Wir können den Blick nicht abwenden vom smaragdfarbenen, kristallklaren Wasser und sind erstaunt darüber, dass auch in dieser doch bekannten Ferienregion Bausünden jeglicher Art unterblieben sind. Bettenburgen und Hochhäuser –
Fehlanzeige.  Entlang dem Golf von Arzachena fahren wir zum  „ Capo d’ Orso“. Ein riesiger Granitfels mit dem Aussehen eines Bären thront  auf einem Hügel, von wo man eine unfassbare

Aussicht auf den Maddalene Archipel und den südlichen Teil Korsikas hat.

                Zurück über Arzachena und dann über Témpino kurven wir hinauf auf den Monte Limbara. Der Blick in 1359 m Höhe schweift über den gesamten nördlichen Teil Sardiniens bis hinüber nach Korsika, obwohl wir schätzungsweise 50 km von der Küste entfernt sind.

Über Olbia fahren wir schließlich nach Tanaunella zurück, wo wir am späten Nachmittag ankommen.

Die „Costa Smeralda“ hat Gabi und mir so gut gefallen, dass wir wenige Tage später dort einen Badetag einlegen.

                          Am „Capo d’ Orso

 Tage später sind wir Richtung Süden unterwegs. Über die SS 125, die Küstenstraße an der Ostküste der Insel, touren wir über Sinsincola, Orosei und Dorgali nach Cala Gonone.

Am Capo die Monte Santu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber trotzdem ist die Kurverei nicht ungefährlich,

 denn Zäune sind in dieser Region ein Fremdwort und so läuft alles was vier Beine hat frei umher, von den Wutzen bis zu den Ziegen.

In Lotzoai machen wir eine Frühstückspause. Für zwei Café–americano und zwei Kaffeeteilchen zahle wir gerade mal 2,90 €. Die Preise sind wirklich als moderat zu bezeichnen. Im Regelfall kostete der Café im Landesinnern  meist  30 Eurocents.

Bei Tortoli verlassen wir die SS 125 und touren über Lanusei, Seui geradewegs in die Barbagia . Auf der gesamten Strecke folgt eine Kurve auf die andere und das Fahren macht nur spaß.

Über die „Monti del Gennargentu“, das Zentralgebirge Sardiniens, gelangen wir in nördlicher Richtung nach Fonni, mit über 1000 Höhenmetern die höchst gelegene Stadt Sardiniens. Bei einer Pause an einem Café stehen auf der Rechnung für drei Café, einen Cappuccino, zwei Mineralwasser und drei wirklich nicht gerade kleine Gelati  7,50 €.

                Nach der Rast touren wir weiter zu dem wohl bekanntesten Ort Sardiniens, Orgòsolo ( 4800 Ew). Man muss da gewesen sein, im Ort der Blutrache, Banditen und Rebellion gegen den Staat. Dort, wo alte Frauen, in Trauer um den Liebsten, den man gemeuchelt  hat,  ganz in schwarz gekleidet und mit Kopftuch durch die düsteren Gassen schreiten, wobei nur die schwarzen Schuhe unter dem langen Rock hervorschauen und lediglich ein schmaler Spalt am Kopftuch den Blick auf ein wie Leder gegerbtes, mit vielen Falten tief  zerfurchtes Gesicht zulässt. 

 

 

Dort buchten wir mit einem kleineren Boot eine Passage durch den Golf von Orosei zu einsamen Badebuchten. Diese sind vom Land aus kaum erreichbar, weil dort der Supramonte bis zu 400 Metern senkrecht ins Meer abfällt. Von der weit im Landesinnern verlaufenden Küstenstraße SS 125 sind diese Badebuchten nur durch mehrstündige Gewaltmärsche zu erreichen. Nur schwer vorstellbare Eindrücke über diesen Tag blieben zurück.

Fast jeden zweiten Tag waren wir auf Tour oder Erkundungsfahrten. Eine Tour führte uns in westliche Richtung über Buddusò und Ozieri zur Königsnuraghe Sant’ Antine. Über Sardinien verteilt gibt es etwa 8000 dieser Nuraghen. Sie wurden zwischen 1800 und 500 v. Chr. erbaut. Sie sind ähnlich kleiner Burgen mit einem zentral gelegen Turm aus riesigen Granitblöcken errichtet.

Im Nahbereich besuchen wir die  Kathedrale Santissima Trinità di Sarcargia. Die

Kirche wurde im 12. Jahrhundert von lombardischen und toskanischen Baumeistern  erbaut. Die reiche Fassade und   der Portikus gehören zu den Meisterwerken pisanischer Baukunst.

Eine weitere Tour führte uns in südliche Richtung in die Barbagi (Ableitung von Barbaren) Diese Ecke Sardiniens ist, wenn man es überhaupt sagen kann, die wohl gefährlichste der ganzen Insel. Noch heute werden meist reiche Sarden von Schafhirten in diese Region verschleppt und tauchen, wenn überhaupt, nur selten wieder auf.  Aber bevor wir diese Gebirgsregion mit bis zu über 1800 Höhenmetern erreichen, befahren wir die Küstenstraße an der Ostküste, die SS 125. Wir rollen auf einem fantastischen Fahrbahnbelag und es herrscht ein nur sehr sehr geringes Verkehrsaufkommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                Auffallend in Orgòsolo sind die vielen „Murales“ (Wandbilder), die von der sozialen Lage der Hirten, der Diskriminierung der Sarden im eigenen Land, der Arroganz der Politik , der Angst, im eigenen Land Fremde zu werden, berichten.

                Über Oliena fahren wir zur Küste zurück und sind am frühen Abend wieder zu Hause. Der Tageskilometerzähler zeigte schlappe 420 Km an.

                Ein weiterer Tagesausflug führte uns zur Westküste, zunächst zu dem alten Hafenstädtchen Alghero mit seinem Ring von massigen, runden Festungstürmen und schlanken Kirchtürmen mit ihren bunt glasierten Keramikkuppeln. Dahinter liegt die weite Bucht, die durch das ferne Vorgebirge von Capo Caccia, mit den weiß leuchtenden Kalkfelsen , eine Szenerie abgibt, die nicht leicht ihresgleichen findet. Alghero ist anders, was schon an den zweisprachigen Straßenschildern erkennbar ist , die auf die spanisch-katalanische Vergangenheit hinweisen.

                  Alghero mit dem Capo Caccia

 

Nach etwa 150 Km Fahrt , größtenteils über eine Schnellstraße, genießen wir in Alghero zunächst mal einen Café (0,80 €) bevor wir zum Capo Caccia weiterfahren. Der etwa 180 Meter hohe Kalkfels des Capo Caccia fällt fast senkrecht ins Meer ab und ist von der „Grotta di Nettuno“ unterhöhlt.

 

Leider fehlte uns zu deren Besuch die Zeit.

Von Alghero aus befahren wir die Küstenstraße nach Bosa. Kurven pur, und ein phantastischer Straßenbelag begleiten uns auf den 47 Km dieser Straße. Unvorstellbar reizvoll sind die Aussichten auf die Küste. Der Streckenverlauf und

 

das Panorama ist wohl vergleichbar mit dem des Highway N ° 1 an der Westküste der USA. Auf 47 Km  gibt es kein Haus und schon gar keinen Ort. Es ist auch kaum vorstellbar, dass wir auf der gesamten Wegstrecke vielleicht gerade einmal zwanzig andere Fahrzeuge zählten

Von Bosa aus touren wir nach Osten über Macomer und Nuoro wieder zur Ostküste, die wir bei Dorgali erreichen. Auf der Wegstrecke fahren wir wiederholt auf schmalen Straßen durch  Buschbrände, um deren Löschen sich hier kaum einer Gedanken macht.

Am Abend zeigt der Tageskilometerzähler etwa 460 Km an. Es war ein wirklich toller Tagesausflug.

Nun, 2700 Km sind wir auf der Insel umhergefahren und den letzten Urlaubstag dort verbringen wir am Strand in der Bucht von Budoni

Am Abend geht unsere Fähre von Olbia ab nach Genua. Diesmal wirklich pünktlich. Um 22.00 Uhr legt der Kahn ab und bei ruhiger See schlafe auch ich wie ein Murmeltier in dieser Nacht. Ausgeruht fahren wir von Genua aus über Mailand Richtung Norden. Bei Bellinzona verlassen wir die Autobahn und gönnen uns noch den Lugmanier- und Oberalppass. Über Andermatt und Luzern erreichen wir am Abend gegen 17:30 Uhr Basel. Gunni und Rudi verabschieden sich bei Freiburg. Die Antitouris verschlossen sich  ab Bellinzona jeglichem Mehrheitsbeschluss und blieben auf der Autobahn, weil es da so viele „Kaffeebuden“ gibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

              Sardinen hat uns wegen des geringen Verkehrs, der guten Straßenverhältnisse, der vielen Kurven,  der Aufgeschlossenheit und Gastfreundlichkeit seiner Bewohner ausgesprochen gut gefallen. Wir werden es wieder bereisen. Die Preise im Supermarkt sind etwas teurer als bei uns, wobei zu erwähnen ist, dass es in den vorwiegend ländlichen Regionen keine großen Supermärkte gibt. Dafür sind die Preise für einen schnellen Café oder ein Bier deutlich günstiger als hier.

                Restaurants gibt es in jeder Preisklasse. Für eine Pizza, gleich in unserer Nachbarschaft, Durchmesser von bisher unbekanntem Ausmaß, mit allem belegt, zahlten wir 5,50 €, für ein 400gr Steak mit Beilagen 10.--€. Preise wie in der „Ziegelhofstrauße“ in Ballechten-Dottingen.

Ein ausgesprochen gutes Preis-Leistungsverhältnis hat man beim sog. “Agriturismo“ . Bauerhöfe bewirten einen Gastraum und verkaufen zum Essen und Trinken alles aus eigener Herstellung. Wir haben’s probiert  und sprachen hinterher nur noch vom „Kampf(fr)essen“ und „Saufen“, einfach unbeschreiblich. 22.-€ pro Person incl. allem für neun Gänge, bis hin zu Schweinfilet und anschließend noch Spanferkel, was keiner, außer Rudi (genannt El Lungo), mehr in sich hineinschaffen konnte. Mit den anschließenden Nachspeisen ging es ebenso.

                Für weitere Auskünfte stehe ich euch gerne zur Verfügung unter gaku.schoen@onlinehome.de

Euer KurT